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Kauf­nebenkosten Sachsen

In Sachsen kostet ein Immobilienkauf rund 6,9 % Nebenkosten, mit Makler etwa 10,4 % des Kaufpreises.

Grunderwerbsteuer Sachsen: 5,5 %
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Notar- und Grundbuchkosten im Detail

Gebühren nach GNotKG Tabelle B für einen typischen Kauf mit Finanzierung. Einzelfälle (z. B. Löschung alter Grundschulden, Vollmachten) kosten extra.

PostenanBetrag
Beurkundung KaufvertragKV 21100 · 2-Gebühr aus 400.000 €Notar1.570,00 €
Vollzug (Genehmigungen, Vorkaufsrecht)KV 22110 · 0,5-Gebühr aus 400.000 €Notar392,50 €
Betreuung (Fälligkeit, Umschreibung)KV 22200 · 0,5-Gebühr aus 400.000 €Notar392,50 €
EigentumsumschreibungKV 14110 · 1-Gebühr aus 400.000 €Grundbuchamt785,00 €
AuflassungsvormerkungKV 14150 · 0,5-Gebühr aus 400.000 €Grundbuchamt392,50 €
GrundschuldbestellungKV 21200 · 1-Gebühr aus 320.000 €Notar635,00 €
Eintragung GrundschuldKV 14121 · 1-Gebühr aus 320.000 €Grundbuchamt635,00 €
Auslagen (Post, Dokumente, geschätzt)Notar70,00 €
19 % Umsatzsteuer auf NotarkostenNotar581,40 €
Summe Notar + Grundbuch5.453,90 €

Nebenkosten-Tabelle Sachsen

Mit Finanzierung (Grundschuld 80 % des Kaufpreises) und 3,57 % Maklerprovision.

KaufpreisGrunderwerbsteuerNotar + GrundbuchMaklerGesamt
200.000 €11.000 €3.123 €7.140 €21.263 €
300.000 €16.500 €4.474 €10.710 €31.684 €
400.000 €22.000 €5.454 €14.280 €41.734 €
500.000 €27.500 €6.543 €17.850 €51.893 €
700.000 €38.500 €8.844 €24.990 €72.334 €

Nebenkosten in Sachsen senken

  • Ohne Makler kaufen: Spart in Sachsen bis zu 3,57 % des Kaufpreises.
  • Inventar ausweisen: Mitverkaufte Küche oder Möbel separat im Kaufvertrag aufführen - darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an.
  • Grundschuld passend wählen: Notar- und Grundbuchgebühren für die Grundschuld richten sich nach ihrer Höhe. Eine bestehende Grundschuld des Verkäufers zu übernehmen, kann günstiger sein als Löschung und Neueintragung.

Sachsen hat zum 1. Januar 2023 von 3,5 auf 5,5 % erhöht. Manche ältere Ratgeber nennen noch 3,5 % - das ist veraltet.

Häufige Fragen

Welche Kosten fallen beim Hauskauf in Sachsen an?

Zum Kaufpreis kommen in Sachsen: Grunderwerbsteuer 5,5 %, Notar- und Grundbuchkosten (bei 400.000 € mit Finanzierung rund 5.454 €) und ggf. die Maklerprovision (üblich 3,57 % Käuferanteil). Zusammen sind das bei 400.000 € etwa 41.734 € (10,4 %), ohne Makler 27.454 € (6,9 %).

Wie hoch sind die Notarkosten beim Hauskauf in Sachsen?

Notar- und Grundbuchgebühren sind bundesweit gleich, weil sie im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt sind. Bei 400.000 € Kaufpreis und 320.000 € Grundschuld zahlst du rund 3.641 € an den Notar (inkl. USt) und 1.813 € an das Grundbuchamt. Details im Notarkosten-Rechner.

Wie hoch ist die Maklerprovision in Sachsen?

Seit dem 23.12.2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses (§ 656c BGB), wenn der Käufer Verbraucher ist. Üblich sind in Sachsen 3,57 % für den Käufer. Die Höhe ist gesetzlich nicht festgelegt und verhandelbar.

Kann man die Kaufnebenkosten mitfinanzieren?

Ja, aber das ist teurer: Banken verlangen höhere Zinsen, wenn das Darlehen über 100 % des Kaufpreises liegt (sogenannte 110-%-Finanzierung). Ideal ist, die Nebenkosten komplett aus Eigenkapital zu zahlen. Den Effekt auf die Rate zeigt der Baufinanzierungsrechner.

Passende Rechner

Quellen & Stand

Stand: 5. Oktober 2026. Alle Berechnungen ohne Gewähr. Keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung. So rechnen wir.