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Grunderwerb­steuer Bayern

In Bayern zahlst du 3,5 % des Kaufpreises. Bei 300.000 € sind das 10.500 €.

Satz geprüft am 5. Oktober 2026
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Grunderwerbsteuer Bayern: Tabelle

Steuer bei 3,5 % für typische Kaufpreise - im Vergleich zu Bayern mit dem niedrigsten Satz (3,5 %).

KaufpreisGrunderwerbsteuer Bayern
150.000 €5.250 €
200.000 €7.000 €
250.000 €8.750 €
300.000 €10.500 €
400.000 €14.000 €
500.000 €17.500 €
750.000 €26.250 €

Bayern im Länder­vergleich

Bayern hat den niedrigsten Grunderwerbsteuersatz aller Bundesländer.

  1. Bayern 3,5 %
  2. Baden-Württemberg 5,0 %
  3. Niedersachsen 5,0 %
  4. Rheinland-Pfalz 5,0 %
  5. Sachsen-Anhalt 5,0 %
  6. Thüringen 5,0 %
  7. Bremen 5,5 %
  8. Hamburg 5,5 %
  9. Sachsen 5,5 %
  10. Berlin 6,0 %
  11. Hessen 6,0 %
  12. Mecklenburg-Vorpommern 6,0 %
  13. Brandenburg 6,5 %
  14. Nordrhein-Westfalen 6,5 %
  15. Saarland 6,5 %
  16. Schleswig-Holstein 6,5 %

So hat sich der Satz entwickelt

Bis August 2006 galt bundesweit ein einheitlicher Satz von 3,5 %. Seit der Föderalismusreform dürfen die Länder den Satz selbst festlegen (Art. 105 Abs. 2a GG).

  1. 3,5 % ab 1. Januar 1997

Bayern hat den Satz nie erhöht und erhebt bis heute den früher bundeseinheitlichen Satz von 3,5 % - der niedrigste in Deutschland.

Grunderwerbsteuer senken: was legal geht

  • Inventar separat ausweisen: Einbauküche, Möbel, Markisen oder Sauna mit realistischem Preis im Kaufvertrag aufführen. Dieser Anteil ist steuerfrei.
  • Grundstück und Bau trennen: Wer ein Grundstück kauft und später unabhängig davon baut, zahlt die Steuer nur auf das Grundstück. Steht der Bauvertrag mit dem Verkäufer oder einem von ihm vorgegebenen Bauträger in Zusammenhang, wertet das Finanzamt beides als einheitliches Geschäft.
  • Familienkauf: Kaufst du von Eltern, Kindern oder vom Ehepartner, fällt keine Grunderwerbsteuer an.

Mit allen Nebenkosten für Bayern rechnet der Kaufnebenkosten-Rechner Bayern.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Bayern?

Die Grunderwerbsteuer in Bayern beträgt 3,5 % des Kaufpreises, gültig seit 1. Januar 1997. Bayern hat damit den niedrigsten Grunderwerbsteuersatz aller Bundesländer.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer bei 300.000 € in Bayern?

Bei 300.000 € Kaufpreis zahlst du in Bayern 10.500 € Grunderwerbsteuer (300.000 € × 3,5 %). Ist eine Einbauküche oder anderes Inventar für z. B. 10.000 € separat im Vertrag ausgewiesen, sinkt die Steuer auf 10.150 €.

Wie hoch sind Grunderwerbsteuer und Notarkosten in Bayern?

Bei 300.000 € Kaufpreis mit Finanzierung (Grundschuld 240.000 €) kommen zur Grunderwerbsteuer von 10.500 € rund 4.474 € für Notar und Grundbuch. Zusammen sind das 14.974 € oder 5,0 % des Kaufpreises. Mit Makler (3,57 % Käuferanteil) kommen 10.710 € dazu.

Wann muss ich keine Grunderwerbsteuer zahlen?

Steuerfrei sind unter anderem Käufe bis 2.500 € (Freigrenze), Erwerbe durch Erbschaft oder Schenkung, Käufe zwischen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern und Käufe von Verwandten in gerader Linie - also Eltern, Kinder, Enkel (§ 3 GrEStG). Geschwister sind nicht befreit.

Wird die Grunderwerbsteuer nach Kaufpreis oder Verkehrswert berechnet?

Nach der Gegenleistung, also in der Regel dem Kaufpreis laut Notarvertrag (§ 8, § 9 GrEStG). Mitverkauftes bewegliches Inventar (Einbauküche, Möbel, Markisen) gehört nicht dazu, wenn es im Vertrag gesondert und angemessen bepreist ist. Die Instandhaltungsrücklage einer Eigentumswohnung darf nicht abgezogen werden (BFH, II R 49/17).

Wann ist die Grunderwerbsteuer fällig?

Einen Monat nach Zugang des Steuerbescheids vom Finanzamt (§ 15 GrEStG). Erst wenn sie bezahlt ist, stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus - ohne sie wirst du nicht als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen.

Passende Rechner

Quellen & Stand

Stand: 5. Oktober 2026. Alle Berechnungen ohne Gewähr. Keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung. So rechnen wir.